Fragen & Antworten

Hier finden Sie die häufigsten Fragen zum Projekt Fulda–Gerstungen mit laufend aktualisierten Antworten.

1. Projektziele und -rahmenbedingungen

Wozu wird das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen benötigt?

Das Projekt Fulda–Gerstungen ist notwendig, um den Engpass im Schienennetz zwischen Fulda und Bebra zu beseitigen und somit die Kapazität und Qualität im Nah- und Fernverkehr zu steigern sowie den klimafreundlichen Personenverkehr und Gütertransport zu stärken. Darüber hinaus sollen mit dem Bahnprojekt die Fahrzeiten im Korridor Frankfurt–Fulda–Erfurt–Berlin deutlich reduziert werden. Allein zwischen Fulda und Erfurt werden die Fernverkehrszüge mindestens zehn Minuten schneller sein als bisher. Dies ist notwendig, damit der neue Deutschlandtakt eingehalten werden kann, der abgestimmte, schnelle und verlässliche Verbindungen ermöglicht.

Welche grundlegenden Ziele sind für das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen vorgeben?

Ausgangspunkt für den Neu- bzw. Ausbau zwischen Fulda und Gerstungen sind die Vorgaben der Politik aus dem „Bundesverkehrswegeplan 2030“ (BVWP). Für das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen gibt der BVWP vor, dass es einen geeigneten Anschluss an die Schnellfahrstrecke Hannover–Kassel–Würzburg (1733) geben soll und die Strecke bis Gerstungen oder an einem früheren Punkt wieder an die Bestandsstrecke angeschlossen werden muss.

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass Bad Hersfeld weiterhin an das Fernverkehrsnetz angeschlossen bleibt.
Die Fahrzeit zwischen Fulda und Erfurt soll auf unter 62 Minuten verkürzt werden. Damit können optimale Anschlüsse, wie sie der Deutschlandtakt vorsieht, gewährleistet werden.

Die Rahmenbedingungen aus dem Projektinformationssystem zum Bundesverkehrswegeplan 2030 im Überblick:

  • 2-gleisiger Aus- bzw. Neubau in dem Korridor Wildeck / Blankenheim–Bad Hersfeld–Kirchheim / Langenschwarz
  • Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h
  • Bad Hersfeld bleibt weiterhin an das Fernverkehrsnetz angebunden
Was ist der Bundesverkehrswegeplan 2030?

Der Bundesverkehrswegeplan ist ein Rahmenplan für alle Straßen-, Wasser- und Schienenwege in Deutschland. Er basiert auf einer Prognose, wie sich der Verkehr bis zum Jahr 2030 in Deutschland entwickeln wird.

Weitere Informationen rund um den Bundesverkehrswegeplan finden Sie hier.

2. Streckenverlauf und Planungsprozess

Wo wird die Trasse für das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen verlaufen?

Der Verlauf der Trassenführung für das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen steht noch nicht fest. Die Deutsche Bahn als Vorhabenträger ist vom Bund beauftragt, eine genehmigungsfähige und in der Region akzeptierte Trasse zu finden, welche die verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Projektziele erfüllt.

Im Herbst 2020 wurden mögliche Trassenkorridore für die Streckenführung definiert. Bis feststeht, welche Trasse die beste für Mensch und Umwelt in der Region sowie für die Erfüllung der Projektziele ist, sind aber noch weitere raumordnerische Untersuchungen und Verfahrensschritte notwendig.

Wie erfolgt die Trassenauswahl?

Die Ermittlung der am besten geeigneten Antragsvariante für das Raumordnungsverfahren erstreckt sich über einen weitreichenden Planungsprozess. In mehreren aufeinanderfolgenden Planungsschritten wird die planerische Betrachtung der Region schrittweise detaillierter. Nacheinander werden:

  • der Suchraum definiert,
  • die Grobkorridore festgelegt,
    Trassenkorridore ermittelt,
  • ernsthafte in Betracht kommende Trassenkorridore untersucht,
  • eine oder mehrere Vorzugsvariante/n bestimmt und
  • eine Antragsvariante für das Raumordnungsverfahren festgelegt.

Über den Prozess der Trassenentwicklung berichtet die DB Netz im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung und holt Hinweise der Region ein.

Details zum Vorgehen der einzelnen Planungsschritte finden Sie hier.

Was sind Ausfädelbereiche?

Die zukünftige Bahnstrecke Fulda–Gerstungen muss an die Schnellfahrstrecke Hannover–Kassel–Würzburg (1733) angebunden sein. Die Strecke Hannover–Kassel–Würzburg im Westen des Suchraums verläuft über viele Eisenbahnbrücken sowie durch viele Tunnel. Nur außerhalb der bestehenden Brücken und Tunnel kann die zukünftige Bahnstrecke Fulda–Gerstungen mit der Schnellfahrstrecke verbunden werden. Die Streckenabschnitte der Schnellfahrstrecke, an denen solch eine Verbindung möglich ist, werden als Ausfädelbereiche bezeichnet.

Was ist der Suchraum?

Ein Suchraum wird aufgrund des im Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Start- und Zielpunktes der Strecke, der Topographie und erster grober Einschätzungen zur Fahrzeit abgegrenzt.

Im Bahnprojekt Fulda–Gerstungen bildet die Rhön im Osten eine natürliche, topographische Begrenzung. Andere geographische Räume, etwa im Norden des Suchraumes, kommen für eine Streckenführung nicht infrage, da absehbar ist, dass die einzuhaltende Fahrzeit von 62 Minuten zwischen Fulda und Erfurt nicht erreicht werden kann.

Wie wurden die Fahrzeiten für die Überprüfung von Trassenvorschlägen berechnet?

Die Fahrzeitberechnung erfolgt nach formellen Richtlinien, die zwischen dem Eisenbahn-Bundesamt und der Deutschen Bahn abgestimmt sind. Für die Berechnung wird das komplexe Bahnsystem idealtypisch simuliert. Dabei werden die Streckenhöchstgeschwindigkeit, der Fahrzeugtyp, die Motorleistung sowie verschiedene physikalische Widerstände, aber auch reale Faktoren, wie die Wetterverhältnisse oder aber Baustellen auf der Strecke berücksichtigt.

Was wurde in der Raumwiderstandsanalyse ermittelt?

Die Raumwiderstände sind ausschlaggebend für die Realisierbarkeit eines Vorhabens. Je höher der Raumwiderstand, desto sensibler ist der entsprechende Bereich.

Für das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen wurden fünf Raumwiderstandsklassen (RWK) ermittelt: von »RWK I – nachrangig« bis »RWK V – außerordentlich hoch«.

Die Flächen mit besonders hohen Raumwiderständen, wie beispielsweise Siedlungen und Naturschutzgebiete, erhielten eine höhere Klassifizierung. Sie befinden sich daher in der Regel außerhalb der Grobkorridore.

Was sind die Grobkorridore?

Die Grobkorridore stellen eine erste räumliche Annäherung auf dem Weg zur Antragsvariante für das Raumordnungsverfahren dar. Sie ergeben sich aus den Bereichen geringerer Raumwiderstände. Um diese zu identifizieren, wurde für den gesamten Suchraum eine umfassende Raumwiderstandsanalyse erstellt. Dabei wurde geprüft, wie sensibel der entsprechende Bereich mit Blick auf Mensch, Raum und Umwelt ist.

Die Flächen mit besonders hohen Raumwiderständen, wie beispielsweise Siedlungen und Naturschutzgebiete, erhielten eine höhere Klassifizierung. Sie befinden sich daher in der Regel außerhalb der Grobkorridore.

Im Ergebnis hat die DB Netz AG im Suchraum die drei Grobkorridore Nord, Ost und Süd identifiziert.

Was ist ein Trassenkorridor?

Die bis zu 1000 Meter breiten Trassenkorridore zum Bahnprojekt Fulda–Gerstungen wurden so entwickelt, dass höchste Raumwiderstände umgangen oder möglichst kurz durchfahren werden. Innerhalb der Grobkorridore, den Bereichen geringerer Raumwiderstände, wurden die grundsätzlich denkbaren Trassenkorridore aufgegriffen und auf ihre Realisierungsfähigkeit hin überprüft.

Im Ergebnis liegen seit Herbst 2020 mehrere mögliche große Stränge von Trassenkorridoren vor.

Alle Trassenkorridore bestehen aus mehreren Streckenabschnitten, sogenannten Segmenten. Dort wo mehrere dieser Segmente beginnen oder aufeinandertreffen, wurden Gelenkpunkte definiert.

Eine Übersicht der Trassenkorridore finden Sie in der Interaktiven Karte Fulda–Gerstungen.

Was sind ernsthaft in Betracht kommende Trassenkorridore?

Ernsthaft in Betracht kommende Trassenkorridore werden ermittelt, indem einzelne verknüpfbare Segmente der Trassenkorridore mit Blick auf Mensch, Raum und Umwelt, aber auch aus verkehrlicher und volkswirtschaftlicher Sicht miteinander verglichen werden.

Die jeweils am besten bewerteten Segmente werden zu durchgehenden ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridoren zusammengesetzt.

Was sind Vorzugsvarianten?

Die Vorzugsvarianten sind das Ergebnis des intensiven Vergleichs der ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridore anhand von Kriterien aus Umwelt und Raumordnung sowie verkehrlicher und volkswirtschaftlicher Bewertungen. Dabei ist noch offen, ob aus jedem der sogenannten Zielsysteme (Umwelt, Raumordnung und verkehrlich/volkswirtschaftliches Zielsystem) eine andere Vorzugsvariante hervorgeht, oder ob die Vorzugsvarianten der einzelnen Zielsysteme dieselbe ist.

Was ist eine Antragsvariante?

Die Antragsvariante ist das Ergebnis der quantitativen und verbal-argumentativen Abwägung der Vorzugsvarianten. Sie geht in das Raumordnungsverfahren zum Bahnprojekt ein.

Zu den quantitativen Kriterien zählen etwa die Flächenbeanspruchung, Durchfahrungslängen, der Anteil freier Strecke, Tunnel, Brücken und die Kosten.

In der verbal-argumentativen Bewertung wird betrachtet, wie die Wirkungen der geplanten Trassen einzuordnen sind. So können die Wirkungen unterschiedlich ausfallen. Zum Beispiel kann eine längere, randliche Durchfahrung eines Schutzgebietes im Vergleich zu einer kurzen mittigen Querung mit geringeren Wirkungen auf den Raum verbunden sein.

Neben der Abwägung von Beeinträchtigungen des Raumes, der Umwelt und der Menschen wird auch bewertet, wie gut eine Variante die Projektziele wie Fahrzeit oder Anschluss der Region an das Fernverkehrsnetz erfüllt.

Wird Bad Hersfeld an eine neue Strecke angebunden?

Der Bundesverkehrswegeplan sieht vor, dass Bad Hersfeld weiterhin an das Fernverkehrsnetz angebunden bleibt. Aus diesem Grund untersucht die DB Netz, welche Möglichkeiten es gibt, die jeweiligen Trassen an die Region Bad Hersfeld anzubinden.

Kann es passieren, dass bei einem Neubau Orte, die an den Bestandsstrecken liegen, nicht mehr vom Nahverkehr angefahren werden?

Die Bestandsstrecken bleiben erhalten und werden weiter durch den Nahverkehr bedient.

Wird bei der Planung der neuen Strecke auch die Verbindung mit anderen Projekten, beispielsweise dem Straßenausbau, berücksichtigt?

Wenn es zu Projektüberschneidungen mit anderen Vorhaben kommt, wird man diese berücksichtigen. Die DB Netz AG befindet sich bereits mit anderen Vorhabenträgerinnen in der Region im Austausch. Zum jetzigen Zeitpunkt der Planungen ist aber noch nicht klar, wo die neue Strecke verlaufen wird.

Reichen die Kapazitäten auf der Strecke Hannover–Würzburg für die zusätzlichen Fernverkehre aus, die von Fulda Richtung Erfurt über einen Teil der Strecke geführt werden sollen?

Ja, es sind noch Kapazitäten für die Nutzung der Strecke vorhanden.

Ist eine Tunnellösung als Neubaustrecke denkbar?

Der Suchraum ist geprägt durch seine Mittelgebirgslage. Die starken Höhenunterschiede machen es notwendig, bei einer Neubaustrecke auch Streckenabschnitte im Tunnel zu führen.

Um diese Faktoren zu berücksichtigen, wurden den Trassenkorridoren bereits ober- und unterirdische Anteile zugeordnet.

Die tatsächliche Verortung und Festlegung von freier Strecke, Brücken- oder Tunnellagen erfolgt aber erst im Rahmen der Vorplanung unter Anwendung aller Trassierungsparameter (Gradienten, Höhenlagen, Längsneigungen, Kurvenradien etc.).

Welche Vorgaben enthält der neue, dritte Entwurf des Gutachtens zum Deutschlandtakt zum Fahrzeitziel zwischen Fulda und Erfurt?

Der aktuelle Entwurf des Deutschlandtaktes berücksichtigt das Fahrzeitziel zwischen Fulda und Erfurt von 62 Minuten. Die Fahrzeit zwischen Fulda und Eisenach soll mit einem Zwischenhalt 43 Minuten betragen.

Wann fängt die Bahn an zu bauen und wann wird das Projekt fertig?

Das Bahnprojekt Fulda–Gerstungen befindet sich in einem frühen Planungsstadium. Derzeit wird das Raumordnungsverfahren vorbereitet, für das eine Antragsvariante gesucht wird. Ein detaillierter Zeitplan wird erst im Laufe der weiteren Planungen ausgearbeitet und dann im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt.

3. Lärmschutz

Wird der Lärmschutz bei der Trassensuche berücksichtigt?

Die Deutsche Bahn hat die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger fest im Blick und möchte eine Lösung finden, die die Betroffenheiten möglichst gering hält. Der Deutschen Bahn ist bewusst, dass Lärmschutz dabei eine zentrale Rolle spielen wird.
Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) im Raumordnungsverfahren (ROV) wird das Thema Lärm als wichtiges Kriterium in die Variantenauswahl einfließen. Hierzu werden im weiteren Verfahren Lärmberechnungen durchgeführt.

Was unternimmt die Bahn für den Lärmschutz?

Ein zentrales Anliegen der Deutschen Bahn ist, Anwohner vor Schienenlärm zu schützen. Bis Ende 2020 will das Unternehmen den Schienenverkehrslärm im Vergleich zu 2000 halbieren.

Die Anstrengungen der Deutschen Bahn zur Verminderung von Schienenlärm sind vielfältig.

Die Umrüstung der Bestandsgüterwagen auf die lärmarmen Verbundstoffbremssohlen – die sogenannte „Flüsterbremse“ - nimmt einen zentralen Stellenwert ein. Zusammen mit einer guten Pflege der Gleise wird so das Rollgeräusch eines Güterwagens um bis zu 10 dB (A) in der Vorbeifahrt reduziert und somit halbiert. Damit wird eine wesentliche Lärmquelle im Schienengüterverkehr bekämpft.

Derzeit sind über 90 Prozent der in Deutschland verkehrenden Wagen von DB Cargo umgerüstet, neue werden ohnehin längst nur noch mit dieser leisen Bremstechnologie beschafft. Bis Ende 2020 wird die komplette Flotte der DB Cargo leise sein.

Weiterführend hat die Bundesregierung zum Fahrplanwechsel 2020/ 2021 den Einsatz lauter Güterwagen auf dem deutschen Streckennetz verboten.

Beim Neubau sowie der wesentlichen baulichen Änderung von Strecken müssen zur Lärmvorsorge Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden, mit denen der Bauherr (also im Fall des Bahnprojektes Fulda–Gerstungen die DB AG) dafür sorgen muss, dass der Lärmpegel die Grenzwerte der 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) nicht übersteigt.

Um den Lärm an älteren Strecken bzw. an Bestandsstrecken zu mindern, greift bei besonders belasteten Strecken das Lärmsanierungsprogramm des Bundes. Der Bund stellt hier Mittel zur Förderung von Maßnahmen zur Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes zur Verfügung.

Aufgrund der Maßnahmen im freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes werden auf freiwilliger Basis parallel Lärmminderungsmaßnahmen an der bestehenden Infrastruktur umgesetzt. Seit 1999 flossen für solche Maßnahmen wie Lärmschutzwände oder dem sogenannten passiven Lärmschutz (z.B. der Einbau von Schallschutzfenstern oder -lüftern) 1,6 Milliarden Euro aus dem Lärmsanierungsprogramm des Bundes in die Schieneninfrastruktur.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www1.deutschebahn.com/laerm

4. Bürgerbeteiligung

Wie erfolgt die Information der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung?

Die DB Netz AG setzt im Planungsprozess auf Transparenz und einen intensiven Dialog mit der Öffentlichkeit. Eine umfassende Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger der Region ist der DB Netz AG dabei wichtig. Das Projektteam hat daher im Jahr 2018 in Form von Beteiligungsforen, Vertiefungsterminen und Bürgerinformationsveranstaltungen mit der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung begonnen.

Über den aktuellen Projektstand informiert die DB Netz AG außerdem kontinuierlich auf der Website www.fulda-gerstungen.de.

Bei offenen Fragen können Sie das Projektteam unter folgender Mailadresse kontaktieren: fulda-gerstungen@deutschebahn.com

Wie arbeitet das Beteiligungsforum?

Der Teilnehmendenkreis des Beteiligungsforums repräsentiert die verschiedenen Interessen, die sich an die Planung des Bahnprojekts Fulda–Gerstungen richten. Alle Sichtweisen werden an einen Tisch gebracht. Mitglieder sind nicht nur Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Landkreisen, Behörden und Ministerien, sondern auch von Bürgerinitiativen, Kammern, Umwelt-, Naturschutz-, Fahrgast-, Wirtschafts- und Verkehrsverbänden.

Im Mittelpunkt der Arbeit des Beteiligungsforums stehen das Gespräch, die Darlegung von Fakten und die Klärung von offenen Fragen aus erster Hand. Die Deutsche Bahn erläutert die Eckpunkte der Planung und den Projektfortschritt. Die Teilnehmenden tauschen sich über mögliche Varianten der Trassenführung und deren Vor- und Nachteile aus. Auch die Kriterien für die Raumwiderstandsanalyse und die Vorbereitung des Untersuchungsrahmens für das Raumordnungsverfahren wurden intensiv besprochen. Dabei gingen bereits zahlreiche hilfreiche Hinweise aus der Region ein.

Wie werden Bürgerinnen und Bürger an der Planung beteiligt?

Im Rahmen der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung werden zu zentralen Planungsschritten öffentliche Veranstaltungen durchgeführt, die sich direkt an die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wenden.

Vertreterinnen und Vertreter von Bürgerinitiativen aus der betroffenen Region sind Teil des Beteiligungsforums und geben die Erkenntnisse aus den Sitzungen an ihre Mitglieder weiter.

Im Sinne eines transparenten Austausches, sind die Protokolle und Unterlagen aus den Sitzungen auf der Webseite öffentlich zugänglich. Zudem ist die DB Netz AG direkt über das Kontaktformular dieser Homepage ansprechbar.

Haben die Einwände betroffener Bürgerinnen und Bürger mehr Gewicht als die Einwände nicht betroffener?

Im Beteiligungsforum wird nicht zwischen den Teilnehmenden unterschieden. Zutreffenden Hinweisen und vielversprechenden Ideen wird nachgegangen, unabhängig davon, von wem sie geäußert werden.

Die Betroffenheiten für Mensch und Umwelt, die mit einer Variante verbunden ist, ist ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung und dem Vergleich möglicher Trassenvarianten. Ziel ist es, eine Vorzugsvariante zu identifizieren, die sowohl die Vorgaben aus dem Bundesverkehrswegeplan sowie die verkehrlichen Zielsetzungen erfüllt, als auch die verschiedenen Belange der Region und der Umwelt- und Raumplanung bestmöglich verbindet. Alle Betroffenen können ihre Einwände zudem im späteren Planfeststellungsverfahren einbringen. Diese Einwände müssen von der Genehmigungsbehörde (Eisenbahn-Bundesamt) bei der zu treffenden Abwägungsentscheidung berücksichtigt werden.

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